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01.06.2012

1. Juni 2012

Spitzentitel im Herbstprogramm des Transit Verlages, Berlin: Anila Wilms Das albanische Öl oder Mord auf der Straße des Nordens (Roman). Erstlektorat Berlin Obst & Ohlerich, 2009.

Zwei junge Amerikaner werden in den frühen zwanziger Jahren auf einer Brücke in den nördlichen, schwer zugänglichen albanischen Bergen ermordet. Drei Hirten beobachten die Tat, ein deutscher Ingenieur transportiert die beiden Toten und ihren schwerverletzten albanischen Fahrer auf seinem Lastwagen nach Tirana. Dort bricht hektische Aktivität aus: In den Cafés diskutieren die Journalisten über das Motiv des Mords, der US-Botschafter vermutet einen Anschlag konkurrierender Geheimdienste aus England oder Italien auf amerikanische Öl-Interessen und lässt ein Kriegsschiff kommen, im albanischen Parlament werden innenpolitische Fehden über die Ursachen und Folgen des Anschlags mit Waffen ausgetragen, der Polizeichef lässt die angeblichen Täter erschießen und ihre Leichen auf dem Markt in Tirana ausstellen, und während des Trauergottesdienstes für die toten Amerikaner kommt es in Tirana zum showdown zwischen dem albanischen Kriegsminister und dem Bischof. Am Ende klärt sich der Mord auf: Es war eine Verwechslung, allerdings mit geheimnisvollen Umständen garniert. Und das albanische Öl? Eine verrückte Geschichte, die tatsächlich passiert ist und weltpolitische Folgen hatte.

Ani Wilms beweist, dass gute Literatur auch sehr spannend sein kann. Sie versteht es, in die Psyche des jeweiligen Charakters einzudringen und sie so lebendig und glaubhaft erscheinen zu lassen. Vor allem die Dialoge sind ein echter Genuss. Sie beherrscht die Kunst der Ironie. Ich musste immer wieder die Lektüre unterbrechen, um laut zu lachen.
Donika Omari

 


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