FAQ
Frequently Asked Questions
Ja, selbstverstänlich!
Wenn Autor*innen sich an Verlage gewandt haben und heute noch wenden, wird auch das Buch im hauseigenen Lektorat bearbeitet. Seit den 2000er Jahren haben jedoch Verlage stark im Lektoratsbereich gekürzt und freie Lektorate haben mehr und mehr die Arbeiten übernommen. Sowie Agenturen zunehmend die Vermittlung von Manuskripten an die Verlage für die Autor*innen übernommen haben.
Aufgrund des Schreibprozesses sind Autor*innen dem eigenen Werk sehr nah. Eine kritische, distanzierte dritte Instanz wird hier immer helfen, den Überblick zu wahren, Inkonsistenzen zu erkennen und Fehler zu vermeiden. Zudem geht es bei einem Lektorat um logische Brüche, Redundanzen, Stilfragen und die Entwicklung des Plots sowie der Figuren. Auch Motivik und Symbolik fallen ebneso wie eine erste Korrektur in die Verantwortung des Lektorats.
Im Anschluss an ein Lektorat muss das lektorierte Werk durch die Autor*innen final bearbeitet und freigegeben sowie endkorrigiert werden.
Vermutlich genau in dem Moment, in dem Sie sich diese Frage gestellt haben. Spätestens aber sobald sich bei der Textarbeit oder Einschätzung Unsicherheit einstellt, kann es sinnvoll sein, sich Unterstützung zu suchen.
Ein guter Zeitpunkt für das Lektorat ist sicherlich: Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Dramaturgie nicht überzeugt; die Spannung nicht hält, was sie verspricht; die Personen zu eindimensional erscheinen; die Sprache dem Inhalt nicht angemessen; der Stil zu wenig eigenständig erscheint. Zumeist wird Ihnen all dies nicht klar vor Augen stehen, vielmehr ist es ein ungutes Gefühl im Rahmen des Schreibens oder bei der Überarbeitung, dass sich einstellt.
Ist dies der Fall, dann laden wir Sie herzlich ein, mit dem Text bei uns vorstellig zu werden!
Im Rahmen eines Angebotes für ein Lektorat benennen wir im Zuge der Textprüfung immer auch die Schwerpunkte, welche wir bei der Überarbeitung setzen wollen. Bearbeitet werden bei einem Lektorat selbstverständlich alle auffälligen Aspekte.
Bei der Beauftragung eines Literaturgutachtens werden Sie durch uns umfassend ins Bild gesetzt. So kann auch dieses Angebot helfen, eine klare Einschätzung des Textes zu gewinnen.
Manchmal hilft auch ein Gespräch: Wie beraten Sie sehr gerne auf Wunsch am Telefon, wenn Sie uns den Text zukommen lassen, diesen mit Blick auf Ihre Bedenken zu sichten. Mit sehr überschaubaren Kosten (Vorbereitung & Beratung, ab 2 Arbeitsstunden) lässt sich bereits viel Klarheit gewinnen.
Ein Lektorat erhöht die Chancen auf eine Publikation erheblich. Ein professionelles Lektorat sorgt dafür, dass der Text sprachlich, stilistisch und grammatikalisch einwandfrei ist, was die Lesbarkeit und die Wirkung des Werkes verbessert. Es hilft, Unklarheiten zu beseitigen, den Text zu straffen und sicherzustellen, dass er den Anforderungen des Verlags oder der Zielgruppe entspricht.
Darüber hinaus hilft ein Lektorat bei der Präzisierung der Handlung und des Personals (Romane / Erzählungen) beziehungsweise schärft die Argumentation (Fach- und Sachbuch) eines Textes. So wirkt ein lektoriertes Manuskript überzeugender, was wiederum die Erfolgschancen bei der Einreichung bei Verlagen oder Fachzeitschriften in jedem Fall steigert.
Bitte bedenken Sie, dass ein Lektorat nicht automatisch zu einer Veröffentlichung führt. Es verbessert aber auf jeden Fall die Qualität des Textes und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, dass er positiv bewertet wird.
Auf jeden Fall. Da zwischen den Schreibenden und den Lektor*innen sich schnell ein enges Verrtauensverhältnis herausbildet, macht es Sinn, eine Zusammenarbeit langfristig anzulegen. Lektor*innen bekommen mit der Zeit ein Gefühl für Feinheiten und Besonderheiten der Autor*innen, was ein Lektorat umso produktiver und zielgerichteter macht.
Das Lektorat ist tendenziell auf Dauer angelegt. Lektor*innen stehen dann auch bei anderen Fragen rund um den Text - und um zukünftige Texte – zur Verfügung.
Insbesondere kleinere Verlage sind oftmals froh, wenn es bereits einen Kontakt zwischen Schreibenden und Lektor*innen gibt. Größere Verlage verfügen zumeist über hausinterne oder fest angebundene freie Lektoren. Aber auch bei ihnen lohnt sich in jedem Fall einer Anfrage.
Um ein Lektorat optimal vorzubereiten, sollten Sie folgende Tipps beachten:
Selbst vorher Korrektur lesen: Überarbeiten Sie Ihr Dokument vorab selbst. Komma-, Grammatik und Rechtschreibfehler behindern unsere Arbeit als Lektoren, sprich die inhaltliche Prüfung und Überarbeitung.
Den Text gut strukturieren: Stellen Sie sicher, dass Ihr Text gut und übersichtlich aufgebaut ist. Dazu gehören etwa eine deutliche Kapitelstruktur, ein gut lesbares Satzbild (Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5), Seitenzahlen, Absätze, klar gestaltetet Dialoge etc.
Klare Anweisungen geben: Klären Sie von Beginn an mit uns, worauf der Fokus der Zusammenarbeit liegen soll (z. B. Stil, Handlung, Argumentation). Je präziser Sie dabei sind, desto effizienter kann das Lektorat ablaufen.
Lesen Sie hierzu auch unsere Hinweise zur Formatierung. Dann bleibt uns mehr Zeit für die wichtigen Dinge!
Lektorat und Korrektorat haben unterschiedliche Ziele und Schwerpunkte. Das Korrektorat konzentriert sich auf das Auffinden von Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehlern. Ziel ist es sicherzustellen, dass ein Text am Ende weitestgehend fehlerfrei ist.
Ein Lektorat hingegen beschäftigt sich damit, die Qualität und die Wirkungs-absicht des Textes insgesamt zu verbessern. Es beinhaltet eine gründliche Analyse der Handlung und der Erzählstruktur. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Bedeutung, Erzählintention, Stil (also Lesbarkeit) und inhaltliche Kohärenz.
Beim Lektorat wird geschaut, welche Potenziale, welche Möglichkeiten in der Geschichte noch unentdeckt schlummern, beziehungsweise wie effektiv sie bisher umgesetzt wurden. Mit konkreten Vorschlägen auf den Ebenen der Handlung, der Figurengestaltung und der sprachlichen Realisierung (Stil) werden Hilfestellungen gegeben, diese Potenziale zu realisieren.
Das Korrektorat verbleibt demgegenüber auf der Oberfläche des Textes. Das Lektorat hingegen geht tiefer, analysiert die Erzählstruktur und begutachtet, wie gut der Inhalt vermittelt wird und ob er – auch sprachlich – für die Zielgruppe geeignet ist. Dementsprechend sind die Eingriffe beim Lektorat in aller Regel weitaus tiefgehender und gleichzeitig feinteiliger.
Fazit
Korrektorat und Lektorat sind zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe. Das hat Folgen für die Arbeit. Weil beim Korrektorat genauestens auf die Richtigkeit des einzelnen Wortes geschaut wird, bleibt nur wenig Aufmerksamkeit für die Stimmigkeit des Inhaltes, sprich die Feinheiten der Handlung.
Das Lektorat wiederum findet primär auf der Bedeutungs- und Darstellungs-ebene statt. Es ist diese Fokussierung auf das große Ganze, die den Blick auf die richtige Schreibweise beeinträchtigen kann. Das Lektorat sollte demnach einer finalen Korrektur / Endkorrektur immer vorausgehen.
Gerne erstellen wir Ihnen ein Proberektorat Ihrer ersten Seiten. Sie können daran erkennen, wie sensibel wir mit Ihrer Sprache umgehen, ob es bessere, treffendere Formulierungen gibt, um Szenen oder Figuren zu beschreiben, und wieweit einige Formalia (Absätze, wörtliche Rede etc.) stimmen.
Das eigentliche Lektorat geht jedoch weit darüber hinaus, nämlich zu schauen, ob der Spannungsbogen stimmt (der Text einen also mitreißt), ob es Unlogiken oder Widersprüche gibt, ob die die Personen interessant gestaltet sind, und nicht zuletzt, ob die Form den Inhalt widerspiegelt.
All das kann ein Probelektorat nicht bieten, da man dazu unbedingt den gesamten Text kennen muss. So bleibt ein Probelektorat immer ein halbes Lektorat. Trotzdem bietet es einen guten Eindruck von unserer Arbeitsweise!
Wir gewähren keine Studierendenrabatte oder Vergleichbares.
Einen Rabatt bei der Einreichung großer Textmengen gibt es ebenfalls nicht, da ja auch die Textarbeit nicht weniger wird.
Was allerdings nicht von der Hand zu weisen ist, dass der Aufwand (Büro, Anmerkungen verfassen und Kommunikation) bei kurzen Texten stärker ins Gewicht fällt. Nicht umsonst haben wir einen Mindestauftragswert mit einem Umfang von zwei Arbeitsstunden. Sobald der Text über eine größere Seitenanzahl verfügt relativiert sich der Anteil entsprechend.
In der Regel berechnen wir den Preis nach Normseiten (1500 Zeichen pro Seite, inkl. Leerzeichen). Unsere aktuellen Seitenpreise entnehmen sie bitte der Honorarübersicht.
Kürzere Texte unter einhundert Normseiten berechnen wir in aller Regel nach nach Arbeitsstunden, um ausreichend Zeit für Anmerkungen und Nachbereitung zu haben.
Eine Normseite ist eine standardisierte Seite, die 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen pro Seite umfasst. Zur Ermittlung der Normseiten schauen Sie nach der Zeichenzahl Ihres Dokumentes (inklusive Leerzeichen!) und teilen diese Zahl durch 1500, dann erhalten Sie die Anzahl an Normseiten.
Die Normseite ist ein wichtiges Konzept in der Literatur- und Drehbuchbranche, das sich auf eine standardisierte Seite bezieht, die bestimmte Formatierungsrichtlinien befolgt. Diese Seite hat sich im Laufe der Zeit entwickelt und spielt eine entscheidende Rolle bei der Einreichung von Manuskripten und Drehbüchern. Die Normseite hat ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert, als Schriftsteller und Verlage begannen, einheitliche Standards für Manuskripte zu etablieren. Dies erleichterte die Produktion und den Druck von Büchern.
In den 1960er Jahren wurde die Normseite in der Filmindustrie populär. So wurden spezifische Formatierungsrichtlinien festgelegt, um die Einreichung von Drehbüchern zu vereinheitlichen. Ursprünglich wurde beim händischen Zählen mit 1800 Zeichen gerechnet, im Zuge der Digitalisierung und der Zählung von Zeichen mittels Software hat sich der Standard mit 1500 Zeichen etabliert.
Unser Tipp: Formatieren Sie die Seite des Dokumentes mit ausreichend Seitenrand (z. B. umlaufend 4 cm) und 1,5 zeiligem Zeilenabstand und schon haben Sie annähernd eine Normseite.
Selbstverständlich.
Wir prüfen Ihr Manuskript vorab gründlich und zeigen Ihnen, welche Aspekte unseres Erachtens hauptsächlich bearbeitet werden müssen. Gerne nehmen wir dabei Ihre Wünsche auf – sind es doch Sie, die am besten wissen, wo es hakt.
Sie werden feststellen, je spezifischer Sie den Auftrag formulieren, umso genauer wird unsere Lektoratsarbeit sein. Schlussendlich werden Sie feststellen, dass wir in vielen Punkten genau dort eingreifen, wo Sie vorab die größten Bauchschmerzen hatten.
Sprechen Sie uns am besten direkt bei der Beauftragung an!
Der Umfang unserer Arbeiten orientiert sich an der Länge des Textes, der eingereicht wird, und an der Menge der zu erledigenden Arbeiten. Das heißt in aller Regel, eine Kurzgeschichte ist weniger aufwändig in der Bearbeitung als beispielweise ein Familienroman.
Das Lektorat umfasst erstens die Bearbeitung des vorgelegten Textdokumentes, in der Regel mit der Funktion „Änderungen nachvollziehen“ in der Schreibsoftware (Word, Pages, Papyrus, LibreOffice oder OpenOffice und Vergleichbares). Dank dieser exakten Aufzeichnung können Sie genau nachvollziehen, was wir im Text zu verändern anregen.
Zweitens erhalten Sie als Besonderheit bei uns einen umfassenden schriftlicher Anmerkungsapparat. Darin erläutern wir minutiös Probleme und Schweirigkeiten des Textes / des narrativen Gefüges und formulieren konstruktive Vorschläge, wie diese am besten zu lösen sind. Wir besprechen bei einem Prosatext Idee und Kozept, Dramaturgie und Spannungsbogen, Figuren und Charakterzeichnung sowie Sprache und Stil. Bei Sach- und Fachtexten variert das Analyseschema entsprechend.
Schließlich gibt es drittens und abschließend eine persönliche und oder telefonische Nachbereitung. Hier können Sie bei einem persönlichen Gespräch alle Fragen stellen, die sich aus dem Lektorat ergeben haben.
In aller Regel muss bei einem vollständigen Lektorat eines Buches – ab einhundert Normseiten – mit einer Bearbeitungszeit von ein bis zwei Monaten gerechnet werden, auftragsbedingt auch manchmal mehr. Kleinere Arbeiten können in aller Regel schneller bearbeitet werden.
Die Bearbeitung umfangreicher Romane sowie Sach- und Fachbücher mit mehreren Hundert Seiten benötigt entsprechend länger.
TIPP: Wer es wirklich eilig hat, der kann gerne einen Terminaufschlag buchen und wir bemühen uns dann in Absprache um eine wunschgemäße Fertigstellung!
Das lässt sich tatsächlich nur im Einzelfall beurteilen: Manche Texte können nach einem Lektorat und der Durchsicht durch die Autor*in direkt an Agenturen oder Verlage verschickt werden.
Zumeist ist es aber so, dass die Autor*in noch umfassende Änderungen und Überarbeitungen vornehmen muss, die sich aus dem Lektorat ergeben. Da jede Änderung am Text in der Regel eine weitere hervorruft, ist es grundsätzlich sinnvoll, einen Text ein zweites, manchmal sogar ein drittes Mal lektorieren zu lassen. Das hängt ganz von der Qualität des Ausgangstextes und dem gewünschten Ergebnis ab.
Und vergessen Sie bitte nicht: Eine Endkorrektur nach dem Lektorat ist grundsätzlich empfehlenswert und sinnvoll. Diese verbessert den Gesamteindruck im Rahmen der Bewerbung ungemein. Unterschätzen Sie diesen Punkt bitte nicht: Ein fehlerhafter Text fällt auf die / den Autor*in zurück und schmälert die Erfolgschancen.
LEISTUNGEN
Was Sie von uns erwarten dürfen
Unsere Autor*innen sowie Kund*innen wissen unsere analytische Schärfe, umfassende Sorgfalt und langjährige Erfahrung bei Lektorat, Gutachten & Beratung zu schätzen.
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Prosalektorat
Ihr Manuskript wird intensiv und ausführlich redigiert sowie kommentiert. Das Ziel ist ein rundherum zufriedenstellender Text.
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Literaturgutachten
Mit dem Gutachten bieten wir Ihnen konkrete Hilfestellung für ein Überarbeiten sowie Weiterarbeiten am Manuskript an.
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Exposé
Ziel ist es, Neugierde auf den eigentlichen Text zu wecken. Dank unserer jahrzehntelangen Erfahrung haben wir den Dreh raus.
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Lyriklektorat
Auf der Spur zur Perfektion: Das Gedicht als verdichtete Sprache erfordert höchste Konzentration und solides Handwerk.
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Fachbuchlektorat
Wissenschaft verlangt nach sauberer Quellenarbeit, erstklassiger Argumentation und einem überzeugenden Stil.
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Verlagsbewerbung
Bewerbungsunterlagen sind das A und O einer erfolgreichen Bewerbung. Denn weniger ist hier in der Regel mehr: Wir zeigen, wie es geht!
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Kinderbuchlektorat
Die Zielgruppe fest im Auge soll das Kinderbuch unterhalten, ohne zu über- und zu unterfordern. Ein Balanceakt, der gekonnt sein will.
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Sachbuchlektorat
Merkmale eines guten Sachbuches: Fakten, die unterhalten, ein leichter, eingängiger Stil sowie eine Prise Lebensweisheit.
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Werbelektorat
Werbung weiß, was sie will! Das heißt: Der Inhalt muss klar und prononciert kommuniziert werden, immer dem Kontext gemäß.
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Stillektorat
Das I-Tüpfelchen eines guten Textes: Wenn jedes Wort sitzt, jeder Absatz stimmt, dann erst macht das Lesen richtig Freude.
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Redaktion
Kritische Auswahl von Aufsätzen, Erzählungen oder Gedichten. Zentral ist die Klammer – ob thematisch oder motivisch.
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Beratung & Coaching
Aller Anfang ist schwer: Idee, Texteinstieg oder Gesamtanlage. Wir beraten in jeder Phase des schriftstellerischen Schaffens.