Geschich­te

Was bis­her geschah

JUBILÄUM 2017

15 Jah­re Freie Lek­to­ren

HISTORIE

Und sie­he da: Es wur­de Licht! Im Juni sind unse­re neu­en Web­sei­ten von UX-Archi­tekt Janosch Asen an den Start gegan­gen: noch ele­gan­ter, noch leich­ter zu pfle­gen und somit noch bes­ser als alles, was vor­her da war. Wir sind extre­me­ly amu­sed und hof­fen, dass es eine lan­ge Freund­schaft wird, eine Bezie­hung an, und mit der wir rei­fen. Dan­ke Word­Press. Und nun, wo alles getan ist, wol­len wir uns wie­der den gan­zen guten Geschich­ten zuwen­den!

Nach der Außen­sa­nie­rung des Kirch­tur­mes in Bür­sen­ha­gen, dem Lesungs­ort unse­res Lite­ra­tur­prei­ses Nord­ost an unse­rem Bran­den­bur­ger Stand­ort, folg­te die Innen­sa­nie­rung. Die Ein­wei­hung erfolg­te zum Tag des offe­nen Denk­mals. Dann soll­te die ers­te Lesung im neu­en Turm als Krö­nung des Lite­ra­tur­prei­ses Nord­ost 2018 vor­be­rei­tet wer­den …

Doch mit­ten im bes­ten Geschäfts­jahr unse­rer Fir­men­ge­schich­te geschah das bis dato Undenk­ba­re: Unse­re Web­sei­ten – bis­lang auf Basis des Con­tent-Manage­ment-Sys­tems modx revo­lu­ti­on – wur­den gehackt. Wie sich spä­ter her­aus­stel­len soll­te: Ein enor­mer Scha­den im mitt­le­ren fünf­stel­li­gen Bereich.

Den­noch zau­der­ten wir nicht lan­ge und such­ten den Sprung in neue Höhen: Ein siche­res und gut gepfleg­tes Word­Press soll­te nun her. Ange­bo­te wur­den ein­ge­holt und ver­gli­chen. Kurz vor Weih­nach­ten erging schließ­lich der Auf­trag an Janosch Asen. In der ers­ten Jah­res­hälf­te 2019 sol­len die neu­en Sei­ten ste­hen.

Die­ses Jahr stand im Bran­den­bur­ger Büro vor allem im Zei­chen der Kirch­turm-Sanie­rung: Bau­an­trä­ge, Aus­schrei­bun­gen, Bau­be­spre­chun­gen, Bau­ab­nah­men und Abrech­nung für die Außen­sa­nie­rung des Kirch­tur­mes und unse­res Lesungs­or­tes für den Lite­ra­tur­preis Nord­ost. Ein volu­mi­nö­sen Unter­fan­gen von knapp ein­hun­dert­tau­send Euro – geför­dert mit ILE-LEA­DER-Mit­teln des Lan­des sowie der EU. Dafür: Ein ech­tes Klein­od in der Pri­gnitz – ein rich­ti­ger Lite­ra­tur-Kirch­turm!

Vor allen Din­gen war es das Jubi­lä­ums­jahr für unse­ren Lite­ra­tur­preis Nord­ost: Zehn Jah­re Lite­ra­tur vom Feins­ten. Wir sind beglückt und wol­len min­des­tens noch ein­mal so lan­ge wei­ter­ma­chen. Das steht fest. Damit unser Rah­men immer noch ein Stück­chen fest­li­cher wird, haben wir uns für die Sanie­rung des Kirch­tur­mes in Brü­sen­ha­gen stark gemacht. Und tat­säch­lich: 2017 wird der Turm saniert und hof­fent­lich der Innen­raum eben­so. Das wird mit einer fei­er­li­chen Sie­ger­eh­rung gebüh­rend began­gen. Las­sen wir uns also über­ra­schen, was die Preis­trä­ger betrifft.

Zu guter Letzt sind wir dank­bar und ein klein wenig stolz: 2016 war das bes­te Geschäfts­jahr seit Grün­dung des Lek­to­rats­bü­ros im Jah­re 2002. Ein ganz herz­li­ches Dan­ke­schön an alle unse­ren lie­ben Autorin­nen und Autoren und natür­lich all jenen, die um uns her­um dazu bei­getra­gen haben: Fami­lie, Freun­de, Web­de­si­gner, Tech­ni­ker und Hand­wer­ker jeg­li­cher Cou­leur. Wir freu­en uns, wo immer wir hel­fen konn­ten, und wer­den auch wei­ter unser Bes­tes geben: Ver­spro­chen!

An der Tech­nik­front blieb es im Gro­ßen und Gan­zen ruhig, bis auf Ärger beim Web­sei­ten­hos­ting, wes­halb wir hin­ter den Kulis­sen umge­zo­gen sind – um uns wei­ter voll und ganz auf die Text­ar­beit kon­zen­trie­ren zu kön­nen. Wir haben neto­ma­tic aus Ber­lin für uns gewin­nen kön­nen und hof­fen auf eine rei­bungs­lo­se Zusam­men­ar­beit beim Web­hos­ting und als E-Mail-Pro­vi­der.

Für den Kol­le­gen Dr. Ohle­rich und das Büro war es ein Jahr mit hal­ber Kraft: Die drit­te Eltern­zeit hat Rou­ven Obst sehr glück­lich gemacht und den­noch unge­mein in Beschlag genom­men. Doch wie immer im Leben ist auch hier alles im Fluss!

Neben der fort­ge­setz­ten Unter­stüt­zung von netzpolitik.org (und deren plötz­li­cher Berühmt­heit) gilt unser Dank der Flücht­lings­hil­fe der Ber­li­ner Pfar­rei St. Lau­ren­ti­us.  Daher haben wir auch in die­sem Jahr zur Weih­nachts­zeit für die­se drin­gen­de Arbeit einen Betrag wei­ter­ge­reicht.

Ein stür­mi­sches Jahr, nicht nur auf der poli­ti­schen Ebe­ne. Nach einer lan­gen und aus­führ­li­chen Test­pha­se gin­gen unse­re neu­en Web­sei­ten im Früh­som­mer end­lich online, sodass wir fort­an auf allen End­ge­rä­ten gut zu emp­fan­gen sind; das ent­spre­chen­de Zau­ber­wort lau­tet: Respon­si­ve Web­de­sign. Der­weil hat der Umzug ins neue Brü­sen­ha­ge­ner Büro für gute Stim­mung gesorgt, eben­so der Nach­wuchs auf Fami­li­en­ebe­ne im Herbst. Die Arbeit wur­de des­we­gen aber nicht weni­ger.

Mit unse­rem Wett­be­werb haben wir ver­sucht, der digi­ta­len Ver­un­si­che­rung seit den Snow­den-Ver­öf­fent­li­chun­gen und der poli­ti­schen Brü­chig­keit die­ser Tage, wie sie sich nicht nur in der Poli­tik auf EU-Ebe­ne zeigt, auf lite­ra­ri­schem Wege nach­zu­spü­ren. Die Zahl der Ein­sen­dun­gen sank schlag­ar­tig in den zwei­stel­li­gen Bereich, den­noch ist ein lesens­wer­tes Ergeb­nis her­aus­ge­kom­men, nach­zu­le­sen unter literatur-nordost.de. Uns hat das nach­denk­lich gestimmt, aber wir machen unver­zagt wei­ter. Um auf der Fak­ten­ebe­ne ein wenig Licht ins Dun­kel zu brin­gen, haben wir unser gesell­schafts­po­li­ti­sches Enga­ge­ment ver­stärkt und unter­stüt­zen fort­an die Redak­ti­on netzpolitik.org mit einer monat­li­chen Spen­de.
Zum Jah­res­en­de haben wir außer­dem mit einer Spen­de für die Arbeit der St.-Laurentius-Gemeinde in Ber­lin-Mit­te, die sich mit viel per­sön­li­chem Enga­ge­ment um Hil­fe für syri­sche Flücht­lin­ge bemüht, ein Zei­chen set­zen wol­len.

Es war ein­mal … So beginnt das klas­si­sche Mär­chen. Kei­ne Fra­ge! Und die­ses Jahr steht ganz im Zei­chen die­ser Gat­tung. Es ist das Mot­to unse­res Lite­ra­tur­prei­ses Nord­ost. Nicht weni­ger ist das sanier­te Büro im alten Bau­ern­haus in Brü­sen­ha­gen ein sol­ches. Wie sagt man so schön: Ein Gedicht. Mit öko­lo­gi­schen und nach­hal­ti­gen Zuta­ten für gesun­des Arbei­ten: Lehm­putz, Wand­hei­zung, Netz­werk­ver­ka­be­lung. Zum Jah­res­wech­sel soll es fer­tig sein. So wie unse­re neu­en Mobil­sei­ten für Tablet-PCs und Smart­pho­nes. Wir sind schon sehr, sehr gespannt!

Das Jubi­lä­ums­jahr: 10 Jah­re Freie Lek­to­ren Obst & Ohle­rich! Und wir haben uns sowie unse­ren Autorin­nen und Autoren zu die­sem Fei­er­tag ein Geschenk gemacht: Eine kom­plett neue Cor­po­ra­te Iden­ti­ty! Dies­mal ist alles von Grund auf neu. Ers­tens: Logo, Inter­net­sei­ten, Brief­pa­pier und Visi­ten­kar­ten. Kers­tin Rad­tke, iLi­nes, hat für uns mit viel Lie­be zum Detail, klas­si­scher Schlicht­heit und gestal­te­ri­schem Puris­mus den Inter­net­auf­tritt sowie die Print­vor­la­gen gekonnt wei­ter­ent­wi­ckelt. Zwei­tens: Die Fotos. Made­lei­ne Kot­te hat mit ihrer Mit­tel­for­mat­ka­me­ra in unnach­ahm­li­cher Art die bei­den Lek­to­ren sowie das Lebens­um­feld sub­til und treff­si­cher in Sze­ne gesetzt. Wie wir sind und füh­len. Drit­tens: Die funk­tio­na­le und ele­gan­te Pro­gram­mie­rung der Web­sei­ten stammt aus der Feder von Jens Hoff­meis­ter, under­line-web­de­sign. Vier­tens: Die Tech­nik dahin­ter ver­dan­ken wir Miren Mer­kel­bach, wel­che mit modx revo­lu­ti­on ein moder­nes und siche­res Redak­ti­ons­sys­tem (kurz: CMS) gefun­den und pro­gram­miert hat, das auf gran­dio­se Wei­se die Hoheit über sämt­li­che Sei­ten­in­hal­te in unse­ren Hän­den belässt. Das gab es so noch nie. Wir sind unglaub­lich stolz und vol­ler Dank­bar­keit!

Der fünf­te Lite­ra­tur­preis Nord­ost unter dem Mot­to "Alles nur aus Lie­be" geht an den Start: Ein halb­run­des Jubi­lä­um, über das wir uns beson­ders freu­en. Und die Vor­be­rei­tun­gen für das Jubi­lä­ums­jahr, 10 Jah­re Freie Lek­to­ren Obst & Ohle­rich, lau­fen auf Hoch­tou­ren.

Pünkt­lich zum Früh­jahr erstrahlt die Inter­net­prä­senz der frei­be­ruf­li­chen Lek­to­ren Dr. Gre­gor Ohle­rich und Rou­ven Obst, M. A. im neu­en Gewand: Unse­re neue Hei­mat­adres­se lau­tet www.freie-lektoren.de. Freund­li­cher und über­sicht­li­cher war das selbst­ge­steck­te Ziel.

Im Som­mer wird mit der drit­ten Aus­schrei­bung zum Kri­mi­wett­be­werb unter dem Mot­to Teu­fels­see aus den ver­ein­zel­ten Lite­ra­tur­wett­be­wer­ben der Lite­ra­tur­preis Nord-Ost. Zum Ende des Jah­res wird die Obst & Ohle­rich GbR auf­ge­löst, die Koope­ra­ti­on der Lek­to­ren Rou­ven Obst, M. A. und Dr. Gre­gor Ohle­rich bleibt unver­än­dert als freie Asso­zia­ti­on und Büro­ge­mein­schaft bestehen; es begin­nen die Arbei­ten an einer über­ar­bei­te­ten Ange­bots­pa­let­te und einer neu­en Prä­sen­ta­ti­on.

Seit län­ge­rem schon am Engel­damm 66 (am ehe­ma­li­gen Grenz­strei­fen) behei­ma­tet, wird autorIn­nen­be­ra­tung eine neue Cor­po­ra­te Iden­ti­ty ver­passt: Die Namen Obst & Ohle­rich wer­den dem »gro­ßen 90er-Jah­re-I« vor­ge­zo­gen, damit ab sofort kei­ne Miss­ver­ständ­nis­se mehr auf­kom­men kön­nen: Wir arbei­ten seit eh und je für Autorin­nen und Autoren. Nach dem Erfolg des letz­ten Jah­res haben wir den WAS SIND WIR Lite­ra­tur­preis 2008 für Kurz­ge­schich­ten aus­ge­ru­fen. Im Herbst erscheint der vor­erst letz­te Band der edi­ti­on obst & ohle­rich: Kat­ja Rüb­saat, Mon­tez. Geschich­te einer Sän­ge­rin.

Als klei­ne Krö­nung zum fünf­jäh­ri­gen Jubi­lä­um schrei­ben wir einen Lime­rick-Wett­be­werb aus und erhal­ten zudem tat­kräf­ti­ge Ver­stär­kung: Alex­an­dra Kopp wird als freie Mit­ar­bei­te­rin gewon­nen, um die Auf­trags­spit­zen zu bewäl­ti­gen. Sie hat Lite­ra­tur sowie Phi­lo­so­phie stu­diert und ist eben­so ver­siert wie fein­füh­lig im Umgang mit Tex­ten. Ab dem Jah­res­wech­sel 2007/2008 jedoch wird Alex­an­dra Kopp eigen­stän­dig als freie Lek­to­rin arbei­ten. Wir bedan­ken uns ganz herz­lich für die anre­gen­de Zusam­men­ar­beit!

Nach vier Jah­ren erfolg­rei­cher Arbeit am Text bie­ten wir als Her­aus­ge­ber der Pro­sa­rei­he edi­ti­on obst & ohle­rich eini­gen aus­ge­such­ten Manu­skrip­ten aus dem Fun­dus unse­rer täg­li­chen Arbeit eine Büh­ne für den ers­ten lite­ra­ri­schen Auf­tritt. Zwei Bän­de erschei­nen im März 2006, pünkt­lich zur Buch­mes­se.

Die bes­se­re Hälf­te von autorIn­nen­be­ra­tung, Rou­ven Obst, zieht ins Bran­den­bur­gi­sche, wo er kur­ze Zeit spä­ter das Büro Brü­sen­ha­gen begrün­den wird.

Wir arbei­ten, arbei­ten und arbei­ten an unse­rem Pro­fil sowie ers­ten Tex­ten.

Die Idee geht erfolg­reich an den Start: Die ers­te Inter­net­prä­senz wird online gestellt. Seit­dem haben vie­le Autorin­nen und Autoren von unse­rem Ange­bot pro­fi­tiert: Struk­tu­riert und ver­ständ­lich ana­ly­sie­ren wir Stär­ken und Schwä­chen ent­lang lite­ra­tur­wis­sen­schaft­li­cher Kate­go­ri­en. Wich­tig ist uns die Nach­voll­zieh­bar­keit der Kri­tik, wes­halb ein inten­si­ves Bera­tungs­ge­spräch fes­ter Bestand­teil unse­res Ange­bo­tes ist. Das Glei­che gilt für unser Lek­to­rat: Trans­pa­ren­te Arbeit in Abspra­che mit den Schrei­ben­den und ihrer jewei­li­gen Schreib­in­ten­ti­on.

Gegrün­det wird autorIn­nen­be­ra­tung in Ber­lin am Küchen­tisch: Das Lite­ra­tur­gut­ach­ten ist gebo­ren. Mit dem Lite­ra­tur­gut­ach­ten soll kurz und prä­gnant die Struk­tur des bel­le­tris­ti­schen Manu­skrip­tes auf­ge­zeigt wer­den, um Gele­gen­heit zur distan­zier­ten und kri­ti­schen Betrach­tung zu bie­ten – jen­seits eines kos­ten­in­ten­si­ven Lek­to­rats.