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6. November 2012

Dr. Gregor Ohlerich unterrichtet an der Universität Bielefeld zum Thema „Die DDR-Literatur und das Ich. Die Erfindung der 'Neuen Subkjektivität' in den 1960er und 1970er Jahren". Die Veranstaltung findet an den Wochenenden 09./10.11. und 16./17.11.2012 statt. 

Als in den 1960er Jahren sozialistischer Anspruch und Realität immer sichtbarer auseinander-klafften, musste auch die Literatur reagieren. Autorinnen und Autoren der DDR sperrten sich gegen die Regel- und Rechenhaftigkeit einer sich auf das Materielle und die Arbeit reduzierenden Gesellschaft. Stattdessen begannen sie, Bestehendes zu hinterfragen und dem verunsicherten, fragwürdigen Individuum die Möglichkeit einer subjektiven Selbst-verwirklichung zuzusprechen. Widersprüche wurden nicht mehr stereotyp aufgelöst, sondern mussten ausgehalten werden. Die Folge war nichts weniger als eine kleine ästhetische Revolution. Neue Erzählmittel wurden in Lyrik und Prosa ausprobiert, Texte und Themen vom pädagogischen Gängelband befreit. Damit bekam die Literatur in der DDR Anschluss an die literarische Moderne, ihre SchriftstellerInnen wurden auch über die nationalen Grenzen hinweg bekannt. Neben den kulturpolitischen Rahmenbedingungen vor, während und nach dieser Episode sollen in der LV anhand der Texte von Brigitte Reimann, Christa Wolf, Fritz Rudolf Fries und Erik Neutsch die ästhetischen Veränderungen und Debatten paradigmatisch aufgezeigt werden.

 


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